Pearson und die Computerbücher

Seit Februar 2013 ist bekannt, dass das komplette Programm von Markt+Technik sowie das deutschsprachige Computerbuchprogramm von Addison-Wesley eingestellt werden (Meldung bei heise.de). Kurz nach der offiziellen Pressemitteilung bekamen Autoren am 1. März 2013 eine Email von Pearson-Geschäftsführer Detlev Lux (bei Twitter), in der unter anderem Folgendes stand:

Ich möchte Ihnen daher versichern, dass wir den Vertrieb und die Bewerbung Ihrer bei uns laufenden Titel bis Ende 2013 weiterhin aktiv betreiben.

Ende 2013. Aktiv betreiben. Das nennt man wohl ein Versprechen. Oder vielleicht auch nur einen Versprecher, denn letzte Woche bekamen einige Autoren wieder mal Post von Pearson:

Ab Lager liefern wir seit dem 30.06.2013 keine Bücher aus diesen Sortimentsbereichen mehr aus.

Für Pearson ist also bereits „Ende 2013“ und mit „aktiv betreiben“ war wohl nur der Schredder gemeint.

Konkret bedeutet dieser Auslieferungsstopp, dass ein Buchhändler Titel wie „Das große Little Boxes-Buch“ und „Die Homepage-Schule“ als gedrucktes Buch nicht mehr nachbestellen kann. Sie werden nur noch verramscht.

Digitale Versionen (PDF, ePub, Kindle und so weiter) werden laut Pearson übrigens noch „bis zum Jahresende 2013“ vertrieben. Damit ist dann wohl tatsächlich Ende Dezember gemeint.

Nachtrag:
Kollege Michael Kofler (Autor des Linux-Buchs) hat bereits im März 2013 einen lesenswerten Blogbeitrag zu der Thematik geschrieben:

Mein Name ist Peter Müller. Ich bin Autor diverser Fachbücher und Videokurse, Dozent und Webworker.

Hier im Blog auf pmueller.de schreibe ich Beiträge zu den verschiedensten Themen, aber meistens hat es was mit dem Web zu tun.

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